Heraus zum Hamburger Ostermarsch 2026

 „Wollen wir es schnell erreichen,
brauchen wir noch dich und dich.
Wer im Stich läßt seinesgleichen,
läßt ja nur sich selbst im Stich.
Vorwärts und nicht vergessen…“

Bertolt Brecht, Solidaritätslied, 1931

Auftaktkundgebung: 12.30 Uhr, Kreuzung Landwehr/Hasselbrook, S-Bahn Landwehr
Abschlusskundgebung: 15 Uhr, Lange Reihe (Höhe Carl-von-Ossietzky-Platz)

 

Aus der Geschichte lernen – Für Frieden und Völkerfreundschaft!

Durch den Kampf fortschrittlicher Kräfte weltweit ist 1945 die Befreiung vom deutschen Faschismus gelungen und mit der UN-Charta ein Manifest für eine bessere Welt verabschiedet worden, in der Nie wieder Faschismus und Nie wieder Krieg sei. Ein Auftrag dafür, dass fortan die Bevölkerungen souverän ihre Entwicklung bestimmen. Dafür, den Krieg und alles was ihn vorbereitet oder eskaliert, mittels Gewaltverbots und Diplomatiegebots prinzipiell zu überwinden. Dafür, dass wir die Ressourcen für das Allgemeinwohl und die Verbesserung der Lebensbedingungen aller einsetzen. Dafür, dass kein Mensch hungern oder leiden muss, sondern im Gegenteil jeder sich frei entfalten und in Würde leben kann. Der globale Reichtum ist heute dafür längst groß genug.

Gegen das Gelingen des Selbstbestimmungsrechts der Völker der Vereinten Nationen richtet sich die aggressive Herrschaftssicherung der USA. Schon vor dem Inkrafttreten der UN-Charta stellte sie deren Verwirklichung in Frage – angefangen mit dem hunderttausendfachen Mord durch die Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki. Fortgesetzt mit hunderten Kriegseinsätzen, Putschen, tödlichen Sanktionen und Blockaden gegen unliebsame Gegner bis hin zum misslingenden Versuch, u.a. Kuba und Venezuela als politische Alternativen zu eliminieren. Doch Kooperation ist klüger als Konkurrenz und heute verliert das Imperium gegenüber den BRICS+-Staaten rapide an ökonomischer und politischer Macht und ist in der größten Krise ihrer Geschichte. Die brutalen Interventionen bis hin zum Entfachen eines Flächenbrands im Nahen Osten sollen den unaufhaltsamen Abstieg der Weltmacht aufhalten.

Wo das Völkerrecht mit Stiefeln getreten wird, stehen wir auf für seine Verwirklichung!

Statt die richtigen Lehren aus der Geschichte zu ziehen, macht die Bundesregierung bei jedem offenkundigen Völkerrechtsbruch, ob von den USA oder Israel, „brav“ mit, damit sie in der EU als „unabhängige“ militarisierte Großmacht das Sagen habe und die NATO nicht kaputtgehe. Auch hier sind wir diejenigen, die den gefährlichen Kriegskurs bezahlen sollen – mit der Demontage des Sozialstaats, höheren Preisen bei niedrigeren Löhnen, Deindustrialisierung bei gleichzeitiger Militarisierung des gesamten Lebens.

Alle sollen strammstehen für das Vaterland, statt die Verhältnisse zum Tanzen zu bringen!

Und wer hat was davon? Die Rüstungsindustrie.

Es kommt auf uns an, die Kriege zu beenden, den Reichtum umzuverteilen, den Klimawandel zu stoppen und ein erfreuliches Leben zu erstreiten. Darin verwirklichen wir unsere Menschenwürde und die mit der UN-Charta gefassten Ambitionen. Jedes NEIN zu Rüstungswahnsinn, Wehrpflicht und NATO-Übungen, zu jeglicher Indienstnahme geistiger und sozialer Ressourcen für die Kriegsvorbereitung hat Gewicht. Es ist ein lebendiges JA zu Frieden und Gewaltlosigkeit. So wirken wir in Schulen, Universitäten, Betrieben, Gewerkschaften, Kirchen, in Parteien, Redaktionen, Kulturorten, auf der Straße und im Alltag der Zivilgesellschaft – für eine zivile Gesellschaft!

Mit dem Ostermarsch demonstrieren wir für:

  • ein sofortiges Ende des Krieges gegen den Iran und Frieden im Nahost!
  • einen gerechten Frieden zwischen Israel und Palästina und Schluss mit der Besatzung. Souveräne Selbstbestimmung statt „Trumpplan“
  • eine souveräne Entwicklung aller Länder Lateinamerikas
  • politische Initiativen für die Beendigung des Ukrainekrieges, Diplomatie statt Waffenexporte
  • den Stopp aller Rüstungsexporte, auch in die USA! Konversion der Rüstungsproduktion in gesellschaftlich sinnvolle Arbeit
  • die Verhinderung der für 2026 geplanten US-Mittelstreckenraketen in Deutschland
  • den Beitritt der BRD zum Atomwaffenverbotsvertrag der UN und atomare Abrüstung
  • die volle Wiederherstellung des Rechts auf Asyl und Solidarität gegen rechte Hetze und Rassismus. Asyl für alle Kriegsdienstverweigerer und Deserteure
  • einen zivilen Hamburger Hafen in öffentlicher Hand statt Waffenhandel und Kriegsertüchtigung
  • ein Ende aller Militärmanöver und NATO-Übungen
  • die Abschaffung der Bundeswehr statt Wehrpflicht
  • Erhalt und Ausbau der Zivilklauseln für rein zivile Wissenschaft, Friedenspädagogik statt Bundeswehr in den Schulen
  • Abrüstung statt Aufrüstung! Milliarden für Bildung und Kultur, Gesundheit und Arbeit, Wohnen und zivile Infrastruktur – hier wie im Globalen Süden
  • eine globale Vermögenssteuer und eine gerechte Weltwirtschaftsordnung