Protestkundgebung zum Veteranentag

Sonntag, 14. Juni 2026 – 12 Uhr, Jungfernstieg

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Für Rüstungskonversion – jetzt erst recht!

Diskussionsveranstaltung mit Anne Rieger

(ehem. IG Metall Bevollmächtigte, Bundesausschuss Friedensratschlag)

Dienstag, 16. Juni 2026 – 19 Uhr

„Es geht nicht an, dass das Arbeitnehmerinteresse an Frieden gegen das Interesse an sicheren
Arbeitsplätzen ausgespielt wird. Für die IG Metall gilt, wir wollen beides, Frieden und sichere
Arbeitsplätze für die Menschen.“  (
Arbeitsprogramm Rüstungskonversion, Vorstand der IG Metall, 1990)

Das Engagement für einen umfassenden zivilen Umbau aller Rüstungsindustrie ist ein bedeutender Teil des Kampfes gegen Militarisierung und Kriegsvorbereitung, für Frieden und soziale Entwicklung – erst recht dann, wenn die Besitzer der wesentlichen Produktionsmittel und ihre Politiker, von den Herren Merz bis Pappberger, im aktuellen Hochrüstungs-Irrsinn die massive Ausweitung der Militärproduktion anpreisen: Sie sei zur „Verteidigung unserer Freiheit und Demokratie“ Krisenlöser und Arbeitsplatzbeschaffer.

Den Spieß heißt es umzudrehen und der zynischen Verschwendung menschlicher Produktivität für die Profitmehrung einiger Weniger ein Ende zu bereiten!

Verkehrte Konversion von ziviler Produktion in Rüstung, so wie dieser Tage in Görlitz, wo Waggon- zu Panzerproduktion umgestellt wird, vernichtet mehr Arbeitsplätze als sie schafft. Es gibt immer wieder Proteste der Arbeitenden dagegen.

Richtige Konversion bedeutet dagegen Einsparung unproduktiver Rüstungsausgaben der Staatshaushalte und sie ist entscheidender Faktor für eine gesellschaftliche Trendwende hin zur sozialen, demokratischen und ökologischen Transformation.

Jede Ablehnung der Produktion zerstörerischen Tötungsmaterials hat daher unmittelbar Bedeutung und ermöglicht die ungehemmt produktive Arbeit an Nützlichem für die sinnvolle Entwicklung der Menschheit.

Konkurrenz, Ausbeutung und Gewalt sind nicht alternativlos!

Es geht nicht zuletzt auch um (Mit-)Gestaltung der Produktion und gute Arbeit. Die Beschäftigten wissen viel besser als die Vorgesetzten, was Menschen brauchen. Qualifiziert und kreativ sind sie in der Lage, zivile nützliche Produkte zu entwickeln für Verkehr, Gesundheit, Umweltschutz, Wohnen, Bildung und weiteres.

Der Kampf um den menschenwürdigen Inhalt der Arbeit kann zudem offensive Tarifverhandlungen und längst überfällige Arbeitszeitverkürzungen, bei vollem Personal- und Lohnausgleich, beflügeln.

Die Beteiligung am Kriegsgeschäft und am Leid der Mitmenschen ist das Gegenteil davon. Es ist eine hochentfremdete Tätigkeit.

„Arbeiter schießen nicht auf Arbeiter!“ und sollten nicht dafür produzieren.

Das Bestreben, wehrtechnische Unternehmen und Betriebe in zivile Produktionsstätten umzuwandeln, mehrte sich in der 80er und 90er Jahren im Zusammenhang mit der aktiven Friedensbewegung und den Fortschritten in Abrüstungs- und Entspannungspolitik (z.B. START-Abkommen zur Reduzierung strategischer Trägersysteme für Nuklearwaffen). In dieser Zeit bildeten sich zahlreiche betriebliche Friedensinitiativen

Der Kampf für Rüstungskonversion ist aber nicht nur dann realistisch, wenn ein politisches Klima und entsprechende Rahmenbedingungen wie Abrüstungsverträge bereits bestehen. Nein, er ist, heute erst recht, eine notwendige Initiative, um neue und radikalere Abrüstungsverhandlungen auf die Agenda zu bringen und diese durchzusetzen.

  • In welchen Bereichen ist die Produktion heute besonders umkämpft?
  • Was ist aus der Geschichte zu lernen?
  • Wie können wir die richtige, zivile, Konversion vorantreiben?
  • Welche Bündnisse sind dabei aufzubauen und zu vertiefen?

Dienstag, 16. Juni 2026 – 19 Uhr

in Raum S27 der HWP der Uni Hamburg,

Von-Melle-Park 9 (S-Dammtor)