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Hamburger Initiative gegen Rüstungsexporte
Im Dialog mit Prof. Dr. Michael Brzoska

Februar 10 @ 19:00 - 21:00

Fragen rund um Waffenexporte aus Hamburg
am Montag, den 10. Februar 2020, um 19 Uhr
in der GEW-Geschäftsstelle „Curio-Haus“,
Rothenbaumchaussee 15 (Hinterhof), 20148 Hamburg

Im Jahr 2019 erreichten die Rüstungsexporte aus Deutschland mit einer Höhe von fast 8 Mrd. Euro einen neuen Rekord. Unter den Top Ten Empfängerländern befanden sich u.a. mit Ägypten (Platz 2) und den Vereinigten Arabischen Emiraten (Platz 9) zwei Gründungs­mitglieder der von Saudi-Arabien geführten Kriegsallianz im Jemen, sowie mit Algerien, Katar und Indonesien Länder, die die Menschenrechte mit Füßen treten. Auch über den Hamburger Hafen wird Kriegsgerät in alle Welt verschifft. 2017 waren es täglich drei große Container Munition, das sind 9000 Tonnen im Jahr!
Wir wollen zusammen mit den Hamburgerinnen und Hamburgern den Stopp der Rüstungs­exporte über den Hamburger Hafen durchsetzen! Für einen Hafen, der als Tor zur Welt mit den Bevölkerungen aller Erdteile in Freundschaft verbunden ist!

Die Hamburger Initiative gegen Rüstungsexporte lädt ein zu einem Gespräch
mit Prof. Dr. Michael Brzoska:

  • Was sind eigentlich Rüstungsgüter? Welche Firmen stellen sie her und wohin werden sie geliefert? Welche Zerstörungen richten die deutschen Waffen in den Ländern an?
  • Welchen Anteil an der Gesamtwirtschaft hat die Rüstungsindustrie in Deutschland und im Hamburger Hafen? Wie viele Menschen arbeiten derzeit in der Rüstungsindustrie und welche Alternativen haben sie?
  • Gab es auch zivile Phasen in der Geschichte des Hamburger Hafens oder wurde dort schon immer mit Waffen gehandelt? Welche Alternativen zu militärischer Gewalt erforscht und entwickelt die Friedensforschung?

Wir freuen uns auf Ihre Fragen und Beiträge!

Prof. Dr. Michael Brzoska war von Februar 2006 bis September 2016 Wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg. Er forscht seit mehreren Jahrzehnten u.a. zur deutschen Rüstungsexportpolitik. 2014 zählte er zu den ersten Unterzeichnern der Petition „Hamburger Bündnis gegen Waffenexporte“.

Die Hamburger Initiative gegen Rüstungsexporte besteht seit 2013. Sie will über die umfangreichen todbringenden Frachten (Waffen, Munition und Kriegstechnologie) aus dem Hamburger Hafen aufklären und diese stoppen. Sie tritt dafür ein, bei den Ursachen der Konflikte anzusetzen und gewaltfreie Lösungen zu suchen.

www.hamburger-initiative-gegen-rüstungsexporte.org

Details

Datum:
Februar 10
Zeit:
19:00 - 21:00