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Hamburg: Mittlerin des Friedens oder Tor, das der Welt den Tod bringt?

Februar 20 @ 19:00 - 21:00

Diskussionsveranstaltung
von DIE LINKE Hamburg-Mitte und
AG Frieden und Internationale Politik DIE LINKE
mit:

Axel Richter Künstler, Haus am Schüberg, Hamburger Initiative gegen Rüstungsexporte
Martin Dolzer MdHB und Kandidat zur Bürgerschaft für DIE LINKE
Holger Griebner Friedensaktivist, Gewerkschafter & Spitzenkandidat der LINKEN im Wahlkreis 7
Moderation: Gunhild Berdal AG Frieden und internationale Politik der LINKEN

am Donnerstag, den 20. Februar 2020 um 19.00 Uhr,
im Curiohaus, Rothenbaumchaussee 15

Von Hamburg soll Frieden und Völkerfreundschaft ausgehen: So wurde es in der Landesverfassung nach zwei Weltkriegen und Faschismus formuliert. Es ist die historische Verantwortung der Stadt, dafür zu sorgen, dass ihre in der Verfassung beschriebene Aufgabe, „Mittlerin des Friedens“ zu sein, erfüllt wird. Ihre Lage am Hafen, die Internationalität der Bevölkerung, vielfältige Friedensinitiativen, die Solidarität mit Geflüchteten, Städtepartnerschaften und die Mitgliedschaft Hamburgs in „Mayors for Peace“ sind gute Grundlagen dafür. So wurde jüngst mit großer Mehrheit der „ICAN-Städteappell“ von der Bürgerschaft beschlossen, mit dem der internationale Vertrag zum endgültigen Verbot von Atomwaffen unterstützt wird – ein großer Erfolg der Friedensbewegung, auf den sich aufbauen läßt!

Politische Realität ist aber auch: Über den Hamburger Hafen werden Waffen in alle Welt verschifft, Hochschulen werden für Rüstungsforschung missbraucht, und die Bundeswehr wirbt in Schulen schon Minderjährige für einen „todsicheren“ Job an. In Hamburg und Umland produzieren mehr als 90 Unternehmen Rüstungsgüter, und im Hafen werden jährlich über 1000 Container mit tödlicher Fracht verladen, auch an diktatorische Länder wie Saudi-Arabien und die Türkei. Transportiert werden Kriegsschiffe, Bomben, Panzer, Panzerwagen, Kleinwaffen und allein 17,5 Tonnen Munition durchschnittlich pro Tag, um nur einige Beispiele zu nennen. Der militärisch-industrielle Komplex fährt mit Krieg und Menschenrechtsverletzungen täglich fette Profite ein. So wird Hamburg ein Tor, das der Welt den Tod bringt und zudem Tausende von Menschen zu Geflüchteten macht.

Wir sagen: Das muß ein Ende haben! Vor kurzem hat sich eine Volksinitiative gegen Rüstungsexporte gegründet (www.ziviler-hafen.de), ein Bündnis aus verschiedenen politischen Gruppen und Organisationen, GewerkschafterInnen und KirchenvertreterInnen, das sich zum Ziel gesetzt hat, jeglichen Umschlag von Rüstungsgütern aus dem Hamburger Hafen ein für allemal
zu verbieten – ein wichtiger Beitrag dazu, dass Hamburg eine „Mittlerin des Friedens“ wird.
Mit den InitiatorInnen und Aktiven der Volksinitiative wollen wir über ihre Ziele diskutieren und was wir in Zeiten der aggressiven Aufrüstung und Kriegführung in Hamburg für den Frieden und eine gerechte Weltwirtschaftsordnung tun können.

Dazu seid Ihr/sind Sie herzlich eingeladen!

Veranstaltungsort

Curiohaus
Rothenbaumchaussee 15
Hamburg, 20148

Veranstalter

DIE LINKE Hamburg-Mitte
DIE LINKE AG Frieden und Internationale Politik